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Überblick

Bezeichnung

Webinare, Videokonferenzen, Web-Seminar

Kurzvorstellung

Webinare finden synchron statt: Lehrende und Studierende befinden sich zeitgleich in einem virtuellen Raum. Dies ermöglicht direkte Interaktionen zwischen allen Teilnehmer:innen (Zoumenou et al., 2015). Ähnlich wie im Hörsaal oder Seminarraum, können Fragen von beiden Seiten gestellt, besprochen und diskutiert werden. Abhänging vom konkreten Tool ist die Nutzung weiterer Kommunikationskanäle möglich. Zum Beispiel Chats, Gruppenräume, Umfragen, Präsentationen, geteilte Bildschirme und vieles mehr (Müller & Fischer, 2013). Eine Übersicht zu den Funktionen der Videokonferenztools finden Sie hier

Im Vergleich zur reinen asynchronen Lehre, sind Lehrende und Lernende in der Videokonferenz präsenter: Webcams zeigen Gesichter und Mimik der Teilnehmenden, Mikrofone ermöglichen eine Übertragung der Stimme. Interaktionen mit dem Plenum erlauben ein Gefühl des "Miteinanders". Werden Webinare richtig genutzt, können sie ein soziales Erlebnis simulieren (Krieger, 2020). Im folgenden finden Sie konkrete Gestaltungstipps- und Hinweise, um Webinare effektiv in Ihre Lehre zu integrieren.

Verwendungszweck (Eignung und Limitation)

Die Einsatzmöglichkeiten von Webinaren sind äußerst vielfältig. Abhängig von den Lernzielen können Vorlesungen und Seminare damit entweder gänzlich abgebildet oder ergänzt werden. Grundsätzlich empfiehlt sich die Kombination von synchronen Einheiten mit lernzielorientierten asynchronen Aufgaben (vgl. E-Tivities). Solche Blended Learning Formate können sich positiv auf den Lernerfolg der Studierenden auswirken (Schneider & Preckel, 2017). In nicht-prüfungsimmanenten Lehrveranstaltungen (z.B. Vorlesungen) können Aufgaben ausschließlich zur freiwilligen Bearbeitung angeboten werden. Sie dürfen nicht Teil der Beurteilung sein. Um die Motivation Ihrer Studierenden dennoch zu erhöhen, können Bonuspunkte eingesetzt werden. Alle studienrechtlichen Infos zum Einsatz von Bonuspunkten finden Sie auf der Homepage des Büro des Studienpräses im internen Bereich (Infos für Lehrende, Handreichung: Bonuspunkte).

In Seminaren, Übungen und anderen prüfungsimmanenten Lehrveranstaltungen, können die Aufgaben Teil der Leistungsbeurteilung sein.

In Lehrveranstaltungen, in denen psychomotorischen Fertigkeiten und Kompetenzen vermittelt werden, sind Webinare nur bedingt sinnvoll. Hier ist Anwesenheit und Lehre vor Ort unabdingbar. Das betrifft v.a. Übungen, Exkursionen und manche Kurse. Dennoch können Videokonferenzen ergänzend eingesetzt werden. So kann die Inhaltsvermittlung über ein Webinar stattfinden. Vorträge, Einführungen und Erläuterungen lassen sich einfach in den digitalen Raum auslagern. Die praktische Arbeit erfolgt dann anschließend vor Ort. Dieses Lehrkonzept wird als Flipped Classroom bezeichnet und findet auch in naturwissenschaftlichen Disziplinen immer häufigere Anwendung (Ryoo & Winkelmann, 2021). In diesem Infopool Beitrag können Sie sich zum Thema Flipped Classroom einlesen.

Welches Videokonferenztool ist das richtige für meine Lehrveranstaltung?

Das wahrscheinlich wichtigste Auswahlkriterium ist die Teilnehmer:innenanzahl Ihrer Lehrveranstaltung. Dahingehend sind die Tools nach oben hin beschränkt.

Abgesehen davon gilt: Wählen Sie das Tool, mit dem Sie vertraut sind und das Ihnen am sympathischsten ist. Nur mit bekannten Tools werden Sie die Interaktionsmöglichkeiten (vgl. Interaktionen in Webinaren) ausschöpfen. In ihrer Funktionalität hinsichtlich Aktivierung von Studierenden unterscheiden sich die Videokonferenztools der Universität Wien kaum voneinander (alle bieten Chats, Webcams, geteilte Bildschirme, Gruppenräume, ...). 

Um Ihnen die Auswahl zu erleichtern, haben wir Ihnen unter folgendem Link eine Übersicht über die drei Webinartools der Universität Wien zusammengestellt: Vergleich Einsatz Videokonferenztools.

Weiterführende Literatur

Krieger, W. (2020). Webinare–alles ganz anders hier!. Springer Gabler, Wiesbaden.

Müller, M., & Fischer, H. (2013). Webinare als Kommunikations-und Kooperationswerkzeug im e-Learning--Erfahrungen aus der Q2P-Webinar-Reihe. DeLFI 2013: Die 11 e-Learning Fachtagung Informatik.

Ryoo, J., & Winkelmann, K. (2021). Innovative Learning Environments in STEM Higher Education: Opportunities, Challenges, and Looking Forward.

Schneider, M., & Preckel, F. (2017). Variables associated with achievement in higher education: A systematic review of meta-analyses. Psychological bulletin, 143(6), 565.

Zoumenou, V., Sigman-Grant, M., Coleman, G., Malekian, F., Zee, J. M., Fountain, B. J., & Marsh, A. (2015). Identifying best practices for an interactive webinar. Journal of Family & Consumer Sciences, 107(2), 62-69.

Empfohlene Zitierweise

Winter, C., Handle-Pfeiffer, D. (2021). Webinare. Center for Teaching and Learning, Universität Wien. https://wiki.univie.ac.at/x/oI9UCQ

Dieser Text ist lizenziert unter BY-SA 4.0, https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.de


Charakterisierung

Nutzen Sie Webinare, wenn:

  • Sie Inhalte synchron vermitteln möchten.
  • Sie direkt mit Ihren Studierenden interagieren und diese in den Lehr- und Lernprozess einbinden möchten (über Fragen, Chats, Gruppenarbeiten, Umfragen ...).
  • Ihnen ein soziales Erlebnis wichtig ist.

Hilfreiche Tipps

Interaktionen

Webinare "leben" von den Interaktionen (Zoumenou et al., 2015). Um Ihnen den Einstieg zu erleichtern, finden Sie auf folgender Seite mehrere Einsatzszenarien, wie Sie Interaktionen in Ihr Webinar einbauen können: Interaktionen in Webinaren.

Kommunikationsregeln

Legen Sie zu Beginn Ihres Webinars Kommunkationsregeln fest.

  • Wie können Studierende Fragen stellen? (Chat, verbal, geteilte Notizen, Etherpad...)
  • Sollen Studierende mit Ihnen verbal kommunizieren? Falls ja, wie werden Wortmeldungen eingeholt? (Hand heben, ad hoc, Bekanntgabe im Chat...)

Co-Moderation

Bei der Durchführung Ihres Webinars können Sie Co-Moderator:innen unterstützen. Die Rolle der Co-Moderation kann dabei entweder von studentischen Mitarbeiter:innen oder von Studierenden übernommen werden. In der Regel unterstützen Co-Moderator:innen bei:

  • Sichtung und Strukturierung des Chats
  • Moderation des Chats
  • Umsetzung von Aktivitäten (Umfragen, Gruppenräume, Chats, ...)

Weitere Infos zur Co-Moderation finden Sie hier.




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