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INFORMATIONSBLATT FOLGE 323

KOBUDO OKINAWA


Aus hundert Kämpfen hundert Siege davonzutragen, ist nicht die höchste Kunst.Den Feind ohne Kampf zu besiegen - das ist die höchste Kunst.
Übersetzt bedeutet Kobudo etwa alte (KO) Kampf- (BU) Künste (DO). Es ist eine Art des Kampfes mit den verschiedensten Bauern-, Fischer- und Handwerkerwerkzeugen, wie sie die einfache Bevölkerung benutzte. Die Ursprünge des Kobudo liegen auf den Ryu-Inseln, von denen Okinawa die größte ist.
Erstmalig wurden Kobudowaffen im Jahr 1243 in einem Kriegsberichtsbuch erwähnt. Zur Zeit der japanischen Besatzung hatten die Bewohner der Ryu Kyu (Ryu-Inseln) hohe Steuern zu zahlen und es war ihnen verboten Waffen zu tragen. Dies war der Beginn des KOBUJUTSU (Kobudo), da Gegenstände und Werkzeuge des täglichen Gebrauches nicht den Charakter von Waffen hatten und somit das Tragen eben dieser erlaubt war. Im 19. Jahrhundert, zur Zeit der sozialen Umschichtung Japans, verlor sich der martialische Hintergrund des Kobudo und es geriet langsam in Vergessenheit. JUTSU (Kunst) wurde durch DO (Weg) ersetzt, die Wandlung weg von dem „martialischen Kampf" hin zur „Kunst des Kampfes" vollzogen.
Da es im Okinawa-Kobudo keinen Freikampf oder sportlichen Wettbewerb wie in anderen asiatischen Kampfsportarten gibt, gilt es bis heute als traditionelle und unverfälschte Kampfkunst.
  Beim Training werden die Grundtechniken mit verschiedenen Waffen, z.B. Bo, Sai, Tonfa unterrichtet, ebenso wie Partnertraining und Kata, welches ein Kampf - sozusagen eine Kür - gegen mehrere imaginäre Gegner ist.
Im Kobudo wird mit klassischen Waffen aus Holz und Metall trainiert. Die bekanntesten sind Bo (Langstock), Tonfa (Holzwaffe, bestehend aus einem etwa unterarrmlangen Stab und einem quer montierten Griff), Sai (Metallgabeln), Kama (Sicheln), Nunchaku (durch Kette oder Seil verbundene etwa 30 cm lange Holzstäbe).
Neben der Beschäftigung mit einem weiteren Teil der Geschichte und Kultur Asiens lehrt der Umgang mit klassischen Waffen vieles, was im Karate wesentlich schwieriger zu erlernen ist. Eine bessere Hand-Auge-Koordination, das sichere Einschätzen von Entfernungen, ein höheres Maß an Körperbeherrschung und ein erhöhtes Reaktionsvermögen sind wesentliche Vorteile, die bei regelmäßigem Training mit klassischen Waffen durch deren Gewicht, Reichweite und Geschwindigkeit in Erscheinung treten.
Erste Waffe ist der Langstock ( Bo 1.83 cm ).Waffen für den Anfängerunterricht werdenzur Verfügung gestellt Kobudo Waffen sind zu finden: www.kamikazeweb.com oder www.daniken.at - www.fightersworld.com Originalwaffen von Okinawa: Preise: Bo : 75 €, Tonfa : 80€Nunchaku : 30€, Sai : 105 €  

 

 

 


Wien, im Februar 2009/info323

 

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