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Einstellungslänge

Deutsch

Einstellungslänge

Einstellungsdauer

Englisch

shot length

Französisch 

Definition

Die Zeitliche Dauer einer Einstellung. Sie ist für deren Wirkung maßgeblich. 

Definition von Thomas Kuchenbuch

„Bewegte Gegenstände werden tendenziell länger gezeigt als unbewegte (weil die Objektbewegung als visueller Reiz ausreicht), unbewegte Gegenstände werden kürzer präsentiert, um durch Abwechslung der Einstellungen den visuellen Reiz der Bewegung zu ersetzen. Schließlich folgt die Dauer der Einstellungen nicht nur dem Gesetz der Selektion des Wichtigen oder dem Gesetz der visuellen Reizerneuerung, sondern auch Absichten der Dynamisierung und Rhythmisierung des Geschehens. […] Sie ist exakt zu erfassen und kann in Kombination mit anderen Indizien zur Interpretation herangezogen werden. Im Übrigen ist mit der Messung der Einstellungsdauer gleichzeitig die Länge von größeren Abschnitten (Akten bzw. Sequenzen) gegeben, es lässt sich auf diese Weise z. B. ermitteln, welchen Raum bestimmte Themen im Film einnehmen.“ (Kuchenbuch 42)

Zugehörigkeit

Übergeordnete Begriffe

Einstellung

Verwandte Begriffe

Einstellungsgrafik

Einstellungsgröße

Einstellungsprofil

Einstellungsprotokoll

Untergeordnete Begriffe

Herkunft - Etymologische Ableitung

Da es sich bei der "Einstellungslänge" um eine Eigenschaft der "Einstellung", kann man bezüglich deren Herkunft an die Etymologische Ableitung und Geschichte der Einstellung verweisen.

Erstnennung

AutorIn

 

Jahr

 

Publikationstitel

 

Publikationsart

 

Beispiele

Stolz & Vorurteil (2005)

Film: Pride & Prejudice. Reg. Joe Wright. 2005. Universal Pictures, 2006. DVD.

Filmstelle: In dieser Szene tanzen Mr. Darcy (Matthew Macfadyen) und Elizabeth Bennet (Keira Knightley) zusammen auf einem Ball. Hierbei handelt es sich um eine besonders lange Einstellung (fast zwei Minuten), da beinahe der komplette Tanz der beiden Figuren in nur einer Einstellung gedreht wurde.

Timecode (Einstellungslänge): 0:37:28:04 - 0:39:22:07

Timecode (Bild1): 0:38:11:13

Timecode (Bild2): 0:39:14:15

 

 

 

 

 

 

In meinem Himmel (2009)

Film: The Lovely Bones. Reg. Peter Jackson. 2009. Paramount Home Entertainment, 2010. DVD.

Filmstelle: In dieser Sequenz befindet sich Susie Salmon (Saoirse Ronan) in einer Art Traum- bzw. Parallelwelt. Sie ist eigentlich schon tot, sieht jedoch die Dinge, die auf der Erde geschehen, immer noch in ihrer eigenen Welt. Die Einstellungen sind tendenziell lang und die Kameraführung ruhig. Dies ist charakteristisch für diese "Traumwelt", da sie ein friedlicher Ort sein sollte.

Timecode (Einstellungslänge): 1:40:14:13 - 1:42:07:23

Timecode (Bild1): 1:40:40:00

Timecode (Bild2): 1:41:53:04

 

 

 

 

 

 

 

Weiterführende Literatur

Kuchenbuch, Thomas. Filmanalyse. Theorien – Methoden – Kritik. 2. Aufl. Wien: Böhlau, 2005. Print.

  1. 21. Nov 2012

    Die Definition besagt zwar, wie man Einstellungslängen wählt, aber es fehlt eine prägnante Darlegung, was das überhaupt ist (egal wie profan diese ist).
    Die Erstnennung stimmt sicherlich nicht. Wenn es nicht eruierbar ist, wann dieser Begriff zum ersten Mal aufgekommen ist, dann entsprechende Tabelle streichen.
    Unter Weiterführende Literatur kann man zumindest jedes Werk hernehmen, aus dem ihr Definitionen bezogen habt.

  2. 03. Dec 2012

    Begriff:
    Es gibt weitere englische Varianten und defnitiv auch französische.

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