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Polysemie

Deutsch

Polysemie

Ambiguität

 Mehrdeutigkeit

Englisch

polysemy

ambiguity

 

Französisch

la polysémie

Definition

In der linguistischen Semantik (Bedeutungslehre) ist mit Polysemie oder semantischer Mehrdeutigkeit das Phänomen gemeint, dass ein sprachlicher Ausdruck – ein Wort wie „Pferd“ oder „Wurzel“ – mehrere Bedeutungen aufweisen kann, die um einen gemeinsamen Bedeutungskern gelagert sind. Im Zuge der Semiotisierung der Kommunikationswissenschaften findet der Begriff auch Anwendung (z.B. durch John Fiske) in der Film- und Fernsehwissenschaft: Visuelle und akustische Bedeutungsträger können polysem sein, so dass divergierende Interpretationen durch verschiedene Betrachter möglich werden. Die Mehrdeutigkeit der Texte ist ein wichtiger Indikator nicht nur für unterschiedlich flexible Differenzierungsniveaus, die Individuen und Publika bei der Entschlüsselung von Kontexten für filmisches Material aufweisen (Fiske spricht von unterschiedlichen „Nutzungsvergnügen“), sondern vor allem für unterschiedliche Interpretationssysteme der verschiedenen sozialen Bezugsgrößen (Klasse, Alter, Geschlecht etc.).

Zugehörigkeit

Übergeordnete Begriffe

Semiotik

Sinngebung

Verwandte Begriffe

Kontextanalyse

Rezeptionsästhetik

Untergeordnete Begriffe

Herkunft - Etymologische Ableitung

von griechisch "poly", viel, zahlreich und "sema", Zeichen

Erstnennung

AutorIn

Michel Bréal

Jahr

1897

Publikationstitel

Essai de Sémantique

Publikationsart

Text

Beispiele

Weiterführende Literatur

Fiske, John. "Television: Polysemy and popularity" Critical Studies in Mass Communication 3 (1986): 391-408. Print.

  1. 08. Jan 2013

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