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Montage

Deutsch

Montage

Schnitt

Zusammenbau

Cutting

Editing

Englisch

montage

editing

film montage

Französisch

montage d'un film

Definitionen nach

Definition nach rororo Filmlexikon

Montage meint den Vorgang bzw. das Produkt des Filmschnitts, mit dem einzelne Einstellungen und Tonquellen zu einem vollständigen und sinnvollen Film zusammengestellt werden. Dieses Prozedere stellt eine der wichtigsten Erkenntnisse des Films dar, da er dadurch zu einer eigenen Sprache fand.
Als eine der zentralen Figuren lässt sich der Cutter benennen, der die Bildmuster erhält und den Film mit den getrennt angelieferten Tonbändern synchronisiert. Die ersten Schnittdurchgänge erzeugen einen Rohschnitt, der für den Regisseur als Information dient. In weiteren Vorgängen wird schließlich Material hinzugefügt, entfernt, anders plaziert oder im Rhythmus verändert. In einer Nachbearbeitung entsteht schließlich der vorführfertige Film, der dann auch mit optischen Effekten, Tricksequenzen, Titeln, etc. ausgestattet ist.

(rororo Filmlexikon 423-426)

Definition nach Harald Schleicher

In ihrer allgemeinsten Bestimmung meint Montage die Verbindung von Elementen auf der simultanen und sukzessiven Achse und betrifft so die Faktoren Zeit und Raum, wobei die Zeitstruktur des Films und deren Ordnung und Gestaltung im Vordergrund steht. Der Hauptaugenmerk gilt hier dem Zeitablauf des Kinematographen und der Auflösung und Neuanordnung von Zeitfragmenten im Blick auf die Erzählung. Die Montage gilt als zentrales und originäres filmsprachliches Gestaltungsmittel, wobei sich in Hollywood der unauffällige, unsichtbare Schnitt etabliert hat, damit sich der Zuschauer voll und ganz auf den Handlungsablauf konzentrieren kann. Nichtsdestotrotz gibt es immer wieder Verstöße gegen diese Konvention, wie etwa Jean-Luc Cord mit seinem Jump Cut.

(Reclams Sachlexikon des Films 447-450)

Zugehörigkeit

Übergeordnete Begriffe

Bearbeitung

Film

Filmtechnik

Kompilationsfilm

Verwandte Begriffe

Cutting

Editing

Schnitt

Zusammenbau

Untergeordnete Begriffe

Assoziationsmontage

Attraktionsmontage

Bildmuster

Cutter

Dialoge

Filmrealität

Geräusche

Inserts

Jump Cut

Material

mischen

Negativ

Raum 

Rohschnitt

Rhythmus

Tiefenschärfe

Titel

Tricksequenz

Zeit

Herkunft - Etymologische Ableitung

Die Montage ist morphologisch dem "Montieren" zugehörig, welches "zusammenbauen" bedeutet. Es wurde im Mittelhochdeutschen ("muntieren" - rüsten, ausrüsten) dem für das späte Latein anzusetzende "montare" (den Berg besteigen, aufsteigen) entlehnt. Seit dem 17. Jahrhundert ist es unter dem Einfluss vom französischen "monter" (aufstellen) in die heutige Bedeutung gerückt.

(Kluge 487)

Erstnennung

AutorIn

 

Jahr

 

Publikationstitel

 

Publikationsart

 

Beispiele

Titanic (1997)

Film: Titanic. Reg. James Cameron. 20th Century Fox und Paramount Pictures, 1997. Film.

Filmstelle: Dass es keinen Austausch von Sprache für eine erste Kontaktaufnahme braucht, zeigen die Blicke, die mittels einem eyeline match cut, einer besonderen Methodik der Montage, zwischen Rose und Jack ausgetauscht werden. Er kann seine Augen nicht von ihr wenden, woraufhin auch sie auf ihn aufmerksam wird. Dass er ihr aber gefühlstechnisch schon näher ist als sie ihm, lässt sich anhand eines Close ups auf ihn erahnen, während sie noch in einem Medium Shot zu sehen ist.

Timecode: 34:12-34:42

 Quelle: "Titanic." Movie2k, 2010. Web. 7. Nov. 2012. <http://www.movie2k.to/movie.php?id=267114&part=1>.



Weiterführende Literatur

Harald Schleicher. "Montage." Reclams Sachlexikon des Films. Hrsg. Thomas Koebner. Stuttgart: Reclam, 2007. 447-450. Print.

Hoffmann, Hilmar. Marginalien zu einer Theorie der Filmmontage. Bochum: Universitätsverlag, 1969. Print.

Monaco, James. Film und neue Medien. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 2003. Print.

"Montage." rororo Filmlexikon. Bd.2. Filme K-S. Filmbeispiele, Genres, Länder, Institutionen, Technik, Theorie. Hrsg. Liz-Anne Bawden. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 1978. 423-426. Print.

Reisz, Karel, und Gavin Millar. The Technique of Film Editing. London: Elsevier, 1968. Print.

  1. 03. Dec 2012

    Begriff:
    Französische Variante fehlt.

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