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Kriminalfilm

Deutsch

Kriminalfilm

Krimi

Englisch

crime film

crime movie

Französisch

film policier

Definition

Der Kriminalfilm ist ein bestimmtes Genre von Filmen, bei welchem Kriminalität und Verbrechen (und für gewöhnlich deren Auflösung) das Handlungszentrum bilden.

Definition nach rororo Filmlexikon

  1. Genre
  2. allgemeiner Sprachgebrauch: fast alle Filme, in denen ein Verbrechen eine wesentliche Rolle spielt.
  3. Spannung wird aus der Unsicherheit gewonnen, ob der genau entwickelte Plan klappt und wie der Täter scheitert.

(rororo Filmlexikon 370-371)

Definition nach Norbert Grob

Filme, die sich um Verbrechen drehen und Gangster, Polizisten und Detektive handeln lassen - gemordet wird dabei nach allen Regeln der Kunst. Dominierende Strategie: das Doppelbödige - nicht ist, wie es scheint. Sie erzählen oft "Geschichten mit abgründigen Charakteren in abgründigen Situationen, mit ungewöhnlichen Perspektiven und dramaturgischen Finten". Die Figuren sind dabei Typen, nicht Charaktere, die Schauplätze bewusst gewählt, die Dramaturgie ist auf Spannung aus.

(Grob 378-383)

Zugehörigkeit

Übergeordnete Begriffe

Film

Genre

Verwandte Begriffe

Krimi

Verbrecherfilm

Untergeordnete Begriffe

Agentenfilm

Detektivfilm

Film noir

Gangsterfilm

Polizeifilm

Spannung

Spionagefilm

Thriller 

Verbrechen

Wendung

Herkunft - Etymologische Ableitung

Wenn man das Wort zerlegt, hat man die Bausteine "Kriminal-" und "-film" vor sich. Das Wort "kriminell" wurde im 18. Jahrhundert vom gleichbedeutenden französischen Wort "criminel" entlehnt und im nominativen Gebrauch ebenso wie im Lateinischen ein Vergehen und Verbrechen meint. Die adjektive Bedeutung ist "widerrechtlich, sträflich".
Der Begriff Film hingegen stammt vom neuenglischen und gleichbedeutenden Wort "film", was wörtlich "Häutchen" bedeutet, heutzutage aber als "dünner (lichtempfindlicher) Streifen" verstanden wird.

(Kluge 413, 214)

Erstnennung

AutorIn

 

Jahr

 

Publikationstitel

 

Publikationsart

 

Beispiele

Sherlock Holmes (2009)

Film: Sherlock Holmes. Reg. Guy Ritchie. Warner Bros., 2009. Film.

Filmstelle: Sherlock und Watson greifen aus dem Hinterhalt ihre Gegner an. Watson schafft es, zwei Gegner zu überwältigen, er schlägt sie, während sie am Boden liegen, nimmt ihnen ihre Waffe ab. Die Szene zeichnet sich durch eine schnelle Montage aus, bedrohliche unterschwellige Musik und eine dunkle Farbgestaltung. Es wird mit Revolvern geschossen, gebissen und geschlagen - eine Gewaltszene par excellence.

Timecode: 03:56-04:35

Quelle: "vcf-sherlock-a." StreamCloud. Web. 6. Nov. 2012. <http://streamcloud.eu/ls0ftb7xt4kl/vcf-sherlock-a.avi.html>.



Weiterführende Literatur

Gerhardt, Ulf-Dietmar. Der Kriminalfilm im Fernsehen: eine systematische Inhaltsanalyse von 50 Kriminalfernsehfilmen im Zweiten Deutschen Fernsehen während der Zeit vom 12. August bis zum 23. Oktober 1968. Diss. Uni Hamburg, 1971. Print.

Grob, Norbert. "Kriminalfilm." Reclams Sachlexikon des Films. Hrsg. Thomas Koebner. Stuttgart: Reclam, 2007. 378-383. Print.

Hickethier, Knut, und Katja Schumann, Hrsg. Filmgenres: Kriminalfilm. Stuttgart: Reclam, 2005. Print.

Kluge, Friedrich. Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. Unter Mithilfe von Max Bürgisser und Bernd Gregor völlig neu bearb. von Elmar Seebold. Berlin: de Gruyter, 1989. Print.

"Kriminalfilm." rororo Film lexikon. Bd.2. Filme K-S. Filmbeispiele, Genres, Länder, Institutionen, Technik, Theorie. Hrsg. Liz-Anne Bawden. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 1978. 370-371. Print.

Suerbaum, Ulrich. Krimi: Eine Analyse der Gattung. Stuttgart: Reclam, 1984. Print.

Zurhorst, Meinolf. Lexikon des Kriminalfilms. Mit mehr als 400 Filmen von 1900 bis heute. München: Heyne, 1993. Print.

  1. 03. Dec 2012

    Begriff:
    Französischer Begriff fehlt

    1. 17. Dec 2012

      erledigt.
      ich wollte noch anmerken, dass ich in meiner gruppe (g03) die meisten begriffe angelegt habe, die wir uns dann aufgeteilt haben, es sollte also darauf geachtet werden, wer was zuletzt bearbeitet hat und nicht wer etwas angelegt hat!

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