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Einstellungsprotokoll

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Einstellungsprotokoll

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Definition

Das Einstellungsprotokoll dient als eine Weise der Verschriftlichung des Gesehenen. Einzelne Einstellungen innerhalb eine Filmsequenz oder Szene werden dabei genau erfasst. Was erfasst wird, ergibt sich aus den sich aus der Fragestellung abgeleiteten Phänomenen wie: kamerästhetische Merkmale, Merkmale des Handlungsortes, der Figuren, ihrer Ausstattung und Bewegung, generell des Geschehensablaufs, ebenso wie die Tonebene (Dialoge, On-/Off-Texte, Geräusche, Musik); Einstellungswechsel im Sinne von Schnitt, Überblendung, etc.

Die Notierung der Bild- und Tonebene erfolgt in getrennten Spalten, genau so wie die Dauer der Einstellungen und deren Nummerierung. Die genaue Erfassung filmästhetischer Merkmale dient dazu, gestalterische Strategien des Films zu überprüfen.

In der Regel, so schlägt Hickethier vor, soll ein Einstellungsprotokol überall dort erstellt werden, wo man in der Anschauung "stolpert". Dieser sich aus Irritationen ergebende Impetus zur detaillierten Festhaltung speist sich generell aus einer präzise formulierten Forschungsfrage, um dieser strukturell am Film nachzugehen. (Hickethier 36)

Die Notwendigkeit eines solchen Verfahrens ist je nach Fragestellung zu überprüfen. Aufgrund der Tatsache, dass es kein einheitliches System bzgl. der Protokollierung gibt, sind der Kreativität bei der Erstellung eines Protokolls kaum Grenzen gesetzt. Was man festhalten möchte, wird - wie bereits erwähnt - aus dem Erkenntnisinteresse abgeleitet.

Zugehörigkeit

Übergeordnete Begriffe

Analyseinstrumente

Analysewerkzeug

Filmanalyse

Filmprotokoll

Objektivität

Operationalisierung

Verwandte Begriffe

Sequenzgrafik

Sequenzprotokoll

Untergeordnete Begriffe

Einstellungsgrafik

Einstellungsgröße

Gestaltungsmittel

Kameraschwenk

Montage

Schnitt

Vogelperspektive

Herkunft - Etymologische Ableitung

Erstnennung

AutorIn

Becker, Wolfgang / Schöll Norbert

Jahr

1983

Publikationstitel

Methoden und Praxis der Filmanalyse. Untersuchungen zum Spielfilm und seinen Interpretationen

Publikationsart

Monographie

Beispiele

Schindlers Liste

Quelle: Korte, Helmut. Einführung in die Systematische Filmanalyse. 3. Aufl. Berlin: Erich Schmidt, 2004: 190-191. Print.



Weiterführende Literatur

Faulstich, Werner. Die Filminterpretation. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht, 1988. Print.

Hickethier, Knut. Film- und Fernsehanalyse. 4. Aufl. Stuttgart: Metzler, 2007. Print.

Korte, Helmut. Einführung in die Systematische Filmanalyse. 3. Aufl. Berlin: Erich Schmidt, 2004. Print.

  1. 21. Nov 2012

    Es fehlen anderssprachige Begriffe für diesen Begriff

  2. 12. Dec 2012

    Definition in eigenen Worten fehlt.

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