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Denotation

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Denotation

Beschreibung

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Denotation

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Dénotation

Definition

Zeichen

Filme als Zeichenprozesse zu verstehen heißt zu einem gewissen Grad auch, Film als Sprache zu verstehen. Das Charakteristikum audiovisueller Medien liegt darin, dass man sie als Sprache lesen kann, sie aber keine sind. Wie alle Zeichen haben audiovisuelle Zeichen zumindest ein Grundmerkmal: sie bestehen aus Signifikanten (dem Bezeichnenden) und Signifikaten (dem Bezeichneten). Signifikanten können als "Ansammlung von Buchstaben und Lauten" oder "grafische Verteilung von Formen" definiert werden. Wir erkennen sie insofern als Zeichen, als dass sie auf etwas verweisen, das dargestellt werden soll. (z.B. das Wort "Tisch", das auf den tatsächlichen Tisch verweist, der faktisch jedoch nahezu unendliche viele Formen annehmen kann).

In der Regel dominieren im Film ikonische und symbolische Zeichen, also solche, die sprachliche und analoge Symbole abbildend darstellen. Das Stichwort "Darstellung" verweist schon darauf, dass Zeichen als Stellvertreter fungieren: sie stehen für etwas anderes. Im Film sind z.B. Elemente der Mise-en-Scène - Kostüme, Kleidung, Frisuren, Mimik, Gestik, usw. - als ikonische Zeichen zu deuten, da sie für etwas anderes - wie einen bestimmten Stand (Schichtzugehörigkeit) - stehen. In diesem Sinne sind Zeichen also kulturelle Codes, die historisch und kulturell variabel sind.

In audiovisuellen Medien sind neben Bild und Ton auch andere Codes wirksam, die Bedeutung produzieren können: wesentlich für ihre Wirksamkeit ist jedenfalls der Kontext, in dem diese eingebettet sind.

Die Bedeutungen und deren Entstehung, die aus den Zeichengemengen resultiert, umfasst zwei Dimensionen: Denotation und Konnotation.

Denotation und Konnotation

Die Denotation geht in der Regel in der reinen Beschreibung auf. Im Hinblick auf die Filmanalyse hieße das, dass die Inhaltsbeschreibung, Sequenz- und Einstellungsprotokoll u.ä. auf der denotativen Ebene angesiedelt werden müssen.

Für den Begriff der Konnotation siehe: Konnotation

Zugehörigkeit

Übergeordnete Begriffe

Verwandte Begriffe

Einstellungsprotokoll

Filmprotokoll

Konnotation

Operationalisierung
 
Plot

Sequenz
 
Sequenzprotokoll

Story

Subsequenz
 

Untergeordnete Begriffe

Herkunft - Etymologische Ableitung

Erstnennung

AutorIn

 

Jahr

 

Publikationstitel

 

Publikationsart

 

Beispiele

Eröffnungssequenz

Die Denotation dieser Sequenz würde in der reinen Beschreibung des Inhalts und damit auch der Verschriftlichung sowie Visualisierung im Sequenz- und Einstellungsprotokoll aufgehen.

Film: JCVD 2008. Reg. Mabrouk El Mechri. Atlantic Film, 2008. Film.

Weiterführende Literatur

Monaco, James. Film verstehen. Kunst, Technik, Sprache, Geschichte und Theorie des Films und der Medien. 9. Aufl. Reinbeck bei Hamburg: Rowohlt, 2007. Print.

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