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Attraktionsmontage

Deutsch

Attraktionsmontage

Englisch

montage of attractions

Französisch

montage des attractions

Definition

Die Attraktionsmontage soll dem Zuschauer helfen, über räumliche und zeitliche Zusammenhänge hinweg zu einem intellektuellen Verständnis des Gezeigten zu finden. Sie ist sozusagen das Triggermoment; sie versetzt den Zuschauer in den emotionalen Zustand (Schock etc.), der benötigt wird, um so hinter den Kern des Dargestellten zu kommen oder zumindest dahinter kommen zu wollen.

"Eisenstein entwickelte seine >Montage der Attraktionen< zunächst fürs Theater, die in der "Kollision- oder Konfliktmontage" ihre filmische Entsprechung und Ausdifferenzierung fand. Eisenstein zielte in der Kollisionsmontage auf die Provokation eines Gedankens, "der im Zusammenprall zweier voneinander unabhängiger Stücke entsteht" (Eisenstein 1929, 69)." (Korte 34)

Zugehörigkeit

Übergeordnete Begriffe

Filmanalyse

Montage

Verwandte Begriffe

Kollisionsmontage

Kontrastmontage

Untergeordnete Begriffe

Einstellung

Einstellungsverbindungen

Phasenbild

Herkunft - Etymologische Ableitung

"Eisenstein entwickelte seine >Montage der Attraktionen< zunächst fürs Theater, die in der >Kollision- oder Konfliktmontage< ihre filmische Entsprechung  und Ausdifferenzierung fand. So montierte er beispielsweise in seinem ersten Film STREIK (1924) Einstellungsfolgen, in denen die Niedermetzelung
von wehrlosen Arbeitern durch die zaristische Soldateska gezeigt wird, mit Einstellungen aus einem Schlachthaus (s. Abb. 7), um damit eine emotionale Steigerung und Bewertung des Gezeigten zu bewirken (>Abschlachtung<)." (Korte 34)

Erstnennung

AutorIn

Sergei Eisenstein

Jahr

1924

Publikationstitel

STREIK

Publikationsart

Film

Beispiele

Streik (1924)

Film: Streik, Reg. Sergei Eisenstein. 1924. Film.

Quelle: "Strike / Stachka - Sergei Eisenstein - 1925 (slaughter Scene)." YouTube, 2009. Web. 06 Juni 2013. <http://www.youtube.com/watch?v=jWiDciPuSW4>.

Weiterführende Literatur

Bordwell, David. The Cinema of Eisenstein. Harvard: University Press, 1994. Print.

Korte, Helmut. Einführung in die Systematische Filmanalyse. Ein Arbeitsbuch. 3. Aufl. Berlin: Erich Schmidt, 2004. Print.

  1. 03. Dec 2012

    Den Begriff gibt es in mehr Sprachen als angegeben.

    1. 23. Mar 2015

      Anonym sagt:

      Heul doch

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